Zur Situation von Andrea

Derzeitig ist die Situation von Andrea katastrophal. Es gibt zwei Gründe für ihren extrem schlechten gesundheitlichen Zustand: Zum einen hatte Andreas Verweigerung im Knast zu arbeiten eine Disziplinarmaßnahme zur Folge, die ihr Verbietet, einkaufen zu können. Im Knast gibt es allerdings pro Tag und Person bloß eine ungenießbare warme „Mahlzeit“, 4 Scheiben Brot und eine Scheibe Käse zum Abendessen und zum Frühstück, was viel zu wenig für eine erwachsene Person ist. Um sich ausgewogen Ernähren zu können, müssen die Gefangenen gezwungenermaßen bei Privatfirmen einkaufen. Da Andrea diese Möglichkeit verboten wird, ist sie inzwischen stark unterernährt und ihr Zustand wird immer schlechter.

Zum anderen bekommt sie vom Knast ihre für die Schilddrüse wichtigen Medikamente nicht. Daher hat sie extrem abgenommen und zudem gesundheitliche Beschwerden, wie z.B. Trockenheit der Augen, Mund und Haut, Muskelkrämpfe und Schlafstörungen. Als weitere Repressionsmaßnahme soll Andrea jetzt aufgrund ihrer Arbeitsverweigerung Haftkostenbezahlen, wellche 368 Euro pro Monat betragen. Zahlt sie diese nicht, kann sie dafür noch längere Zeit im Knast festgehalten werden.

Zudem steht Andrea am 23. Oktober ein weiterer Prozess bevor. Hierfür segnete Körting eine Sperrerklärung ab, die folgendes beinhaltet: Zum einem werden die aussagenden Bullen codiert, weshalb sie namentlich nicht aufgeführt werden, das Aussehen wird verändert und zudem werden sie nicht verpflichtet sein, auf alle Fragen der Verteidigung und des Gerichtes antworten zu müssen.

No Jails, No Cops, No Justice, No State!!!

-- Flugblatt der Soligruppe --


2 Antworten auf “Zur Situation von Andrea”


  1. 1 agratex 27. Oktober 2008 um 1:35 Uhr

    wie kann man andrea briefe schreiben? bzw wie ist die adresse?

  2. 2 Prozess-Blog 27. Oktober 2008 um 1:41 Uhr

    Schreiben kannst du ihr unter:

    Andrea Neff
    (Bnr: 746/07/2)
    JVA für Frauen
    Arkonastr. 56
    13189 Berlin

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